Hecken in der Landschaft

Hecken vermindern die Windstärke, schützen vor Bodenerosion und wirken positiv auf das Kleinklima. 

Hecken vermindern die Windgeschwindigkeit, schützen den Boden vor Winderosion und wirken positiv auf das Kleinklima und die lokale Wasserbilanz. 

Die Hecke und der Wind

Wusstest du, dass bei optimaler Anlage einer Hecke der Wind um bis zu 60 % gegenüber der Windgeschwindigkeit auf freiem Feld abgeschwächt werden kann? Die Windstärke hängt natürlich vor allem von der Geländeoberfläche ab und wird von Windhindernissen wie Hecken stark beeinflusst. Wobei die durchlässigen Hecken die wertvolleren sind, da sie den Wind abbremsen und nicht wie dichte Hindernisse nur daran umlenken.

Die Hecke und das Wasser

Außerdem wirken sich Hecken positiv auf den Wasserhaushalt der umgebenden Landschaft aus. Durch die Verringerung der Windgeschwindigkeit nehmen die Bodenverdunstung und der Wasserverlust der Pflanzen durch Transpiration ab. Durch die erhöhte Bodenfeuchte  können Kulturpflanzen im von Hecken geschützten Bereich Trockenperioden leichter überstehen. In Hinblick auf den Klimawandel ist dies von enormer Bedeutung.
Wie man sich vielleicht vorstellen kann, ist im Nahbereich der Hecke auch die Taubildung erhöht, weil (wie vorhin gelernt) die Luftfeuchtigkeit höher und die Luftbewegung stark reduziert ist. Dadurch haben nicht zur Gänze ausgetrocknete Böden eine höhere Wasserspeicherkapazität und können somit Regenfälle besser aufnehmen.
Die temperaturausgleichende Funktion von Hecken ist im Hinblick auf den Klimawandel äußerst wertvoll. Aufgrund der immer wärmer werdenden Sommern, werden schattige Plätzchen nicht nur in der Stadt, sondern auch am Land dringend gebraucht. Hier kommen wir vom Verein Biologische Vielfalt ins Spiel!

Rotkelchen, mit Insekt, sitzt in einer blühenden Hecke

Die Hecke und die Tiere

Durch das Anlegen von Hecken schafft man Lebensräume und Rückzufsräume für Tiere und Pflanzen, sogar für schon selten gewordenen Arten. Weiters dienen Hecken als biologische Abschnitte, mit deren Hilfe sich Tiere und Pflanzen wieder ausbreiten können und so auch ihre Vielfalt erhalten können. Nicht nur finden Tiere in Hecken ganzjährig reichliches Nahrungsangebot sondern auch geeignete Brutplätze, Überwinterungsquartiere und gleichzeitig auch Schutz vor Fressfeinden, Witterungseinflüssen und menschlichen Aktivitäten.

Hecken tragen zu einem biologischen Gleichgewicht in der bäuerlichen Kulturlandschaft bei, denn eine höhere Artenvielfalt wirkt sich positiv auf die angrenzenden landwirtschaftlichen Bereiche aus. Es entsteht eine Regulation von Schädlingen durch die in den Hecken lebenden Nützlinge. Das Bodenleben (Regenwürmer und Mikroorganismen) wird gefördert und es entsteht eine höhere Bestäuber-Leistung.
Uns als gemeinnütziger Verein ist die richtige Pflege ein großes Anliegen, denn dadurch können wir die Artenvielfalt und Biodiversität entscheidend fördern.
Wir wollen unseren Augen und der Natur einen Gefallen tun und greifen zu heimischen Hecken. Diese sind anspruchsloser und klimatisch bestens angepasst (Kunstdünger ade) und bieten für teils weit über 100 Insekten- und Vogelarten Schutz und Nahrung. 

Und welcher Strauch darf’s denn nun sein? 

Vielleicht die Kornelkirsche? Die aromatisch roten Früchten sind nicht nur für Tiere ein Genuss.Oder besser die Berberitze? Sie ist eine tolle Schnitthecke und Vögel lieben sie als Nistplatz – Insekten bevorzugen ihre nach Honig duftenden gelben Blüten.Nicht zu vergessen die Wildrosen für Blumenliebhaber unter Euch oder Hainbuche, Liguster und Eibe für die, die hoch hinauswollen. Roter Hartriegel? Felsenbirne? Rote Heckenkirsche?
 
Wir werden aus dem Vollen schöpfen und eine Collage in die Landschaft zaubern 🙂
 
Nur eines sei in jedem Fall bedacht:
Hecken stutzen wann und wie,
März bis September bitte nie!
Da sitzen Vögel auf der Brut,
ein bisschen Ruhe tut da gut 🙂

Wenn dir unsere Vision gefällt, dann freuen wir uns über deine Unterstützung!

Quellen:

bioforschung.at

naturschutzbund.at

bremen.nabu.de

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